Orca (24KB)

Orcinus
orca
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geheimnisumwittertes Wesen aus dämonischer Unterwelt - dem Orkus der alten Römer - galt jahrhundertelang als der größte Schrecken des Meeres.

Seemansgarn und Zoologenzwirn haben ein blutrünstiges Bild zusammengesponnen. Heutzutage ist der Orca als scheinbar gebändigter "Killerwal" zu einem allseits bestaunten Showstar umstilisiert worden.
Beide Klischees - Ungeheuer und Unterhaltungskünstler - sind falsch.

Rund um den Erdball, von Pol zu Pol, erstreckt sich das Imperium der maximal zehn Meter langen und zehn Tonnen schweren Schwertwale, nur dichtes Packeis setzt ihnen Grenzen. Die erfolgreichen Räuber, wunderschön und etwas mysteriös, unglaublich schnell und unbändig stark, sind in allen Weltmeeren zu Hause.

Sie ernähren sich hauptsächlich von Fischen, können aber auch alles andere fressen - Seelöwen und Robben, Pinguine und Seevögel, Haie und Schildkröten. Weil sie sich gelegentlich von anderen Delphinen und Tümmlern ernähren, auch nicht davor zurückschrecken, große Wale anzugreifen, wurden sie - ausgerechnet - von Walfängern "Killer of whales", also "Waltöter" oder gar "Mörderwal" geheißen.

Unter ihresgleichen sind Orcas äußerst soziale und friedliebende Lebewesen, haben ein differenziertes Kommunikationssystem entwickelt, verständigen sich mit einer Vielzahl von Pfiffen. Innerhalb der durch schnittlich zehnköpfigen Rudel sind sogar charakteristische Dialekte entstanden, haben Cetologen mit Hilfe von Unterwassermikrophonen
festgestellt.

Entgegen allen bisherigen Annahmen schlagen sich die größten Männchen nicht um die Weibchen. Ihr seit Generationen gewachsener Familienverband ist kein Harem, sondern ein Matriarchat, sanft geleitet vom ältesten Orcaweibchen. Selbst der größte Orcabulle -50 Jahre alt kann er sein - schwimmt zeitlebens neben seiner Mutter daher, die 80 Jahre alt werden kann. Wird die Gruppe zu groß, um alle in einem Lebensraum zu ernähren, ergreifen jüngere Weibchen die Initiative und bilden mit ihrem Nachwuchs ein neues Rudel.

Der Orca ist das Spitzenraubtier des Meeres. Sein Pendant auf dem Lande, der Mensch, der ihn einst grausam verfolgte, sogar aus Flugzeugen bombardierte, verschont er. Trotz immer wieder auftauchender Horrorberichte ist bis heute nicht ein einziger Fall bewiesen, in dem ein Mensch von einem in Freiheit lebenden Orca angegriffen, verletzt oder gar "zerrissen" worden wäre. Der Mensch - so scheint es - schmeckt ihm nicht.


Thema Walfang
Erst auf Druck der Öffentlichkeit und von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace wurde der Walfang offiziell im Jahre 1986 untersagt, leider wird dieses Verbot immer noch von zwei Nationen - Norwegen und Japan - gebrochen. Allein in unserem Jahrhundert wurden über zwei Millionen Großwale getötet.

Früher wurden Wale hauptsächlich wegen ihrer Speckschicht gejagt. Das aus dem Speck herausgekochte Öl wurde für Lampenöl, Seife und Margarine verwendet. Die Walfänger konzentrierten sich solange auf die größte Walart, bis von dieser kaum noch Tiere vorhanden waren, dann wechselten sie zur nächst kleineren Art. So sind heute von 250.000 Blauwalen, die einst in den südlichen Meeren lebten, nicht mehr als 1.000 übrig.


Links zum Thema Orcas

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